Strafrecht

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 Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!

 

Sind Sie Beschuldigter in einem Strafverfahren und haben eine Vorladung zur Polizei bekommen?

 

Jetzt heißt es, bloß keinen Fehler machen. Zu Beginn eines Strafverfahrens werden meist die Weichen für das gesamte Verfahren gestellt. Wer einer Straftat beschuldigt wird und eine Ladung zur Polizei bekommen hat, möchte den Vorwurf am liebsten sofort "aus der Welt" schaffen. Man geht dann zur Polizei und redet sich "um Kopf und Kragen". Ein Fehler! 

 

Oft werden hier unbedacht Äußerungen gemacht, die später nicht mehr zu revidieren sind. Ein Beschuldigter macht sich mit seinen Angaben zum Beweismittel gegen sich selbst.

 

In § 136 Abs. 1 Satz 2 StPO steht: "Er (Anm.: der Beschuldigte) ist darauf hinzuweisen, daß es ihm nach dem Gesetz freistehe, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen und jederzeit, auch schon vor seiner Vernehmung, einen von ihm zu wählenden Verteidiger zu befragen."

 

Schweigen Sie!

Telefonieren Sie mit Ihrem Strafverteidiger!

 

Auf ein Anhörungsschreiben reagieren Sie entweder nicht oder Sie beauftragen einen Verteidiger mit einer Reaktion.

 

Aber Achtung: Grundsätzlich sind Sie auch gegenüber der Polizei verpflichtet, Angaben zu Ihrer Person zu machen. Wenn diese Angaben jedoch bereits korrekt erfasst sind, ist eine erneute Mitteilung nicht mehr nötig.

 

Sie sind nicht verpflichtet, als Beschuldigter einer polizeilichen Vorladung zu folgen. Beauftragen Sie vorher Ihren Verteidiger!

 

Sollten Sie als Beschuldigter von der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht eine Einladung zum Gespräch erhalten, müssen Sie dieser Folge leisten. Im Verweigerungsfall muss man damit rechnen, dass man von der Polizei abgeholt wird. Haben Sie eine Ladung von der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht erhalten, gilt umso mehr: Beauftragen Sie Ihren Verteidiger!

 

Gerne bin ich bereit, eine Pflichtverteidigung zu übernehmen.